Alt Reddevitz

Alt Reddevitz und Mariendorf

Über das am Fuße des Schafberges gelegene, um 1820 erstmals erwähnte Mariendorf, gelangen Sie nach Alt Reddevitz, der ältesten Reihenhaussiedlung Mönchguts. Vor Ihnen liegt eine Bucht, die zum Träumen verführt.

Der alte Fischerschuppen, die Holzkähne und Reusen, das satte Grün des Boddens mit Schwärmen kleiner Fische lässt Sie in ein friedliches Bild eintauchen.Die Bebauungsweise des Ortes lässt erkennen, dass die Häuser einstmals aus praktischen Gründen zum Schutz vor Naturgewalten nur auf einer Seite der Dorfstraße standen, während gegenüber der Strand mit seinen Booten lag.
An der Hagenschen Wiek gelegen, zieht sich der Ort bis weit ins Reddevitzer Höft mit seinen Steilküsten, niedrigen Küstenwäldern, Hecken aus wilden Rosen, gelbem Gingster und mächtigen Findlingsblöcken, Relikte aus der Eiszeit. Schauen Sie bis zur Insel Vilm und zum Jagdschloss Granitz.


Der Alt Reddevitzer Küster (Dorfschullehrer) Fritz Worm (1863–1916), ein begeisterter Heimatforscher, erkannte den Wert der alten Kultur. Ihm ist es zu verdanken, dass die Mönchguter Trachten, die Traditionen der Volksfeste, die plattdeutsche Sprache, die alten Volkstänze und -lieder heute noch Bestand haben. Viele Traditionen sind daher auch außerhalb von Museen lebendig.